Design Thinking – Ungewöhnliche Wege führen zum Ziel!

Kennt ihr das auch? Ihr sitzt vor einem Problem und kommt einfach nicht weiter. Ihr fragt eure Kollegen, doch die wissen auch keinen Rat.
Plötzlich kommt der Kollege aus der anderen Abteilung, der sich eigentlich nur kurz etwas ausleihen wollte, herein. Er will wissen, worüber ihr euch so den Kopf zerbrecht. Ihr erläutert ihm das Problem kurz und der eigentlich völlig unbeteiligte Kollege hat den rettenden Einfall!

Was war denn das?

Soeben habt ihr eure erste (wenn auch sehr komprimierte) Erfahrung mit Design Thinking gemacht. Design… bitte, was?

Gemäß Tim Brown basiert die Theorie des Design Thinking auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bedürfnisse und Motivation von Menschen berücksichtigen und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden.

Ziemlich langatmige Definition, was?
Das geht zum Glück auch einfacher!

Was bedeutet Design Thinking?

Nicht nur denken, auch machen!

„Design Thinking ist eine hilfreiche Methode um ein Problem zu definieren, um dann nutzerorientierte Lösungen für dieses Problem zu finden“, formuliert Joy Berg, ihres Zeichens Designstrategin und Art Director. Das klingt doch schon besser!
„Es geht dabei um das ‚Tun‘ oder darum, das ‚thinking‘ auf eine konkrete Ebene zu bringen“, führt Joy Berg aus. Und sie kann noch eine ganze Menge mehr zum Design Thinking erzählen.

Bisher war die Aufgabe von Design einfach cool zu sein. Design war schnell und unkompliziert. Frei nach dem Motto „We make things look beautiful“! An die „End-User“ und die „Experience“ wurde dabei kaum gedacht.

Man interessierte sich nur wenig für den tatsächlichen User. Das Gelingen eines Projektes war mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Heute müssen sich Firmen und Unternehmen immer mehr in die Benutzer-Perspektive eindenken und verstehen was der End-User wirklich will oder braucht. Es geht darum den Kunden zu verstehen, und nicht um seine Bedürfnisse herum zu „bauen“ und damit viel Energie und Geld zu sparen.

Joy Berg erklärt den Design-Thinking-Prozess

Warum gibt es Design Thinking?

Prozesse oder Methoden wie Design Thinking mussten entstehen, weil den großen Unternehmen die Fähigkeit zur Kreativität fehlt – oder fehlte – und keine neuen Produkte oder Services mehr entwickelt werden konnten.

Das Bildungssysteme des 20. Jahrhunderts fördert vor allem die Logik und tendiert dazu, die Kreativität zu vernachlässigen. Firmen, die mit der Zeit gehen, müssen – als gesamtes oder zumindest mit einem ihrer Produkte oder Services – eine digitale Transformation durchlaufen. Viele stoßen bei diesem Prozess ein erstes Mal auf den Begriff Design Thinking.

Eine fixe, allgemein gültige Definition von Design Thinking gibt es nicht. Sie muss je nach Situation, Gegenüber, Themenfeld und Gelegenheit angepasst werden.

Um den Begriff Design Thinking selber zu verstehen, müssen wir uns zuerst dem Wort „Design“ aus dem Englischen bewusst werden: Es geht nicht um das Design, wie wir es im Deutschen heute oft gebrauchen, kein Nail- oder Hair-Design, auch nicht im Sinne von Möbel zu designen. Es geht um das Verb „to design“, in das wir uns hineindenken müssen. Eine bessere Übersetzung dazu könnte sein entwerfen, konzipieren, oder planen – und dabei gleichzeitig an den Prozess zu denken.

Im Design-Thinking-Prozess geht es darum, wie ein Designer zu denken, wenn er entwirft, konzipiert oder plant.
Genau wie der Designer, scheut sich der Design Thinker nicht, zu iterieren, Fehler zu machen und diese „Fehler“ als neue Lösung zu akzeptieren.
Dieser Prozess erlaubt den Unternehmen oder Organisationen, die Bedürfnisse der User zu erfüllen und immer wieder zu iterieren, um so noch bedeutender und attraktiver zu werden.

Die Grundlage jeden kreativen Prozesses ist Empathie – und Empathie ist die Basis des Design Thinking.

Also fragt in Zukunft ruhig auch mal den Kollegen, der augenscheinlich „nicht im Thema drin ist“, um Rat!

Design Thinking beinhaltet viele unterschiedliche Ansätze

Dirk Hindenberg

Hi, mein Name ist Dirk Hindenberg. Ich habe im Sommer 2019 bei Klöber angedockt und bin hier als Marketing-Allrounder vor allem für das Online-Marketing zuständig. Davor habe ich als internationaler…


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