Ausstellung von Materialtrends bei raumprobe

Alles agil! Möbeltrends mit Wow-Effekt

Wozu soll man noch ins Büro, wenn doch digital alle Jobs von daheim erledigt werden können? Hannes Bäuerle, Inhaber von raumprobe, weiß weshalb – und kennt die Trends, wie sich Arbeitsräume optimieren lassen. Schließlich müssen sie heute flexibel sein und Kommunikation fördern.

Herr Bäuerle ist Geschäftsführer bei raumprobe OHG in Stuttgart. Die Ausstellung raumprobe präsentiert Raumausstattern und Innenarchitekten Materialtrends live und zum Anfassen – und öffnet seine Türen auch Herstellern, die ihre raffinierten Produktlösungen für den Arbeitsalltag von morgen vorstellen möchten. Wir haben ihn gefragt, wie sich die Bürokultur verändern wird und welche Lösungen es dafür heute schon gibt.

Hannes Bäuerle bei raumprobe

Er hat eine Leidenschaft für schöne Räume: Bei raumprobe in Stuttgart berät Hannes Bäuerle (stehend) in Sachen Materialwahl.

Herr Bäuerle, wagen wir einen Blick in die Zukunft. Wie sehen Büros in 2025 aus?

Die Frage würde ich so gar nicht stellen. Es gibt Bürokonzepte, die waren letztes Jahr gut und sind es auch noch nächstes Jahr oder in 2025. Das liegt einfach an der Tatsache, dass es das Büro einfach nicht gibt. Die Büros einer Anwaltskanzlei haben ja ganz andere Anforderungen als die Büros in einer Werbeagentur. Bei der Frage, welche Bedürfnisse Büros in Zukunft stillen müssen, muss man also aufpassen, nicht zu verallgemeinern. Damit meine ich konkret: Nur weil es heutzutage interaktive Whiteboards gibt, heißt das nicht, dass jedes Büro damit ausgestattet werden muss. Nur weil wir heutzutage digitale Lösungen haben, heißt das nicht, dass Digitalisierung immer die beste Lösung ist – ebenso wenig wie andauerndes Homeoffice. Unternehmen beklagen ja, dass auf Dauer der innovative Austausch auf der Strecke bleibt.

Werden gute Bürokonzepte die Mitarbeiter aus ihrer Homeoffice-Komfortzone locken können?

Schreibtisch X und Stuhl Y werden keine ausschlaggebenden Gründe sein, um das Büro dem Homeoffice vorzuziehen. Eher wird man sich das Homeoffice den individuellen Wünschen entsprechend einrichten – und dafür zum Beispiel Leasingangebote für Büromöbel wahrnehmen. Aber viele sehen ja im Mischkonzept einen echten Zugewinn. Das heißt: Die halbe Woche wird im Homeoffice konzentriert gearbeitet und die andere halbe Woche werden im Büro face-to-face kreative Ideen gesponnen, Strategien entwickelt und Meetings abgehalten. So hebt sich die Funktion des Büros vom Homeoffice ab: Es wird vermehrt zum persönlichen Meeting-Point. Dies hat eines zur Folge: Büros müssen Besprechungssituationen besser gerecht werden. Und hier kommt die Einrichtung wieder ins Spiel.

Stoffproben bei raumprobe

Tausende Farben, Formen und Muster gibt es hier: In der Ausstellung raumprobe finden sich unterschiedlichste Materialien zum Anschauen und Anfassen.

Einrichtungstrends, die genau diesen Anforderungen gerecht werden, widmeten Sie sich in Ihrer Veranstaltung „Agiles Arbeiten“. Was konnten die Teilnehmer dort erleben?

Wir zeigten spannende Produktlösungen, die unsere Arbeitskultur flexibler machen – aber nicht wie üblich als Frontalpräsentation. Wir probierten mal was ganz Neues aus: Die Besucher konnten in kleinen Gruppen durch die Ausstellung laufen und sich in einer Art Speed-Dating die Produkte präsentieren lassen. Das kam sehr gut an.

Besucher bei raumprobe

Wie eine Art Speed-Dating verlief die Ausstellung zum Thema „Agiles Arbeiten“. Die Besucher lernten in kleinen Gruppen ein Möbelstück nach dem anderen kennen.

Welche agilen Lösungen gab es denn zu sehen?

Eine Station zeigte zum Beispiel Hocker, die sich auch als kleine Arbeitstische nutzen oder aufeinanderstapeln lassen und so als Halterung für ein Whiteboard dienen können. Damit können unkonventionell Besprechungen stattfinden. Ebenso auch mit dem TAKEoSEAT von Kretho,  dem leichten, faltbaren Filzhocker. Zusammenklappt lässt er sich platzsparend aufbewahren und transportieren. Aufgeklappt bietet er im Nu allerorts eine stabile Sitzgelegenheit.

Kamen auch Fans von digitalen Lösungen auf ihre Kosten?

Ja, zum Beispiel bei WOOOM  von Klöber – einem Schalensessel, an dem sich via App viele Funktionen einstellen lassen: Massagefunktion, LED-Lampe, Heizfunktion…Wer einmal saß, wollte gar nicht mehr aufstehen. Mit seinem Schreibtablar eignet er sich als Laptoparbeitsplatz und dank seiner schönen Gestaltung macht er daheim eine gute Figur.

Schalensessel WOOOM bei raumprobe

„Wer einmal saß, wollte gar nicht mehr aufstehen“ – der Schalensessel WOOOM von Klöber begeisterte die Besucher der Ausstellung.

Apropos Homeoffice – welche Lösungen könnten sich hier durchsetzen?

Ein Ansatz ist mit Akustikvorhängen zu arbeiten. Sie erfüllen gleich mehrere Funktionen: An einem Schienensystem an der Decke befestigt, lassen sich mit den Vorhängen Räume flexibel unterteilen. Im Homeoffice eignen sie sich bestens, um schnell und platzsparend für Diskretion und Schalldämmung zu sorgen. In Büros spielen sie natürlich auch eine große Rolle: Werden Räume hauptsächlich für Besprechungen genutzt, sollten sie eine gute Raumakustik bieten. Vor allem, weil in physischen Meetings im Büro ja oft auch andere Teilnehmer digital dazu geschalten werden. Da verbessern schalldämmende Maßnahmen den multimedialen Austausch deutlich.

Akustikvorhang bei raumprobe

Akustikvorhänge schaffen in wenigen Sekunden neue Räume – und verbessern die Raumakustik. Praktische Sache, diese 2-1-Lösung!

Und welche Lösungen sorgen dafür, dass die Ergonomie beim Arbeiten nicht zu kurz kommt?

Im Stehen zu arbeiten, ist ergonomischer als im Sitzen. Das wissen wir. Um der neuen Bürokultur gerecht zu werden, gibt es daher nun höhenverstellbare Schreibtische, die sich nicht nur elektrisch sondern sogar automatisch an seinen Nutzer anpassen. Bis ich zum Tisch gelaufen bin, hat der sich schon auf meine individuelle Körpergröße eingestellt. Super Sache! Aber sind wir mal ehrlich: Wie oft ändert man seine Steh- oder Sitzposition? Genau. Viel zu selten. Deshalb erinnern einen die Schreibtische nach 45 Minuten daran, Bewegung in den Alltag zu bringen und die Tischhöhe mal wieder zu ändern.

Vielen Dank für die spannenden Insights in die aktuellen Einrichtungstrends! Ob Anwaltskanzlei oder Werbeagentur – mit diesen Lösungen ist für jedes Bürokonzept was dabei.

Ja und es gibt ja noch viel mehr. Dank der vielseitigen Einrichtungslösungen haben wir heute das Glück, Räume so auszustatten, wie sie den individuellen Bedürfnissen am besten gerecht werden. Dabei sollten so anpassungsfähige Raumkonzepte geschaffen werden, dass die Lösungen von heute auch den Anforderungen von übermorgen gerecht werden – wenn vielleicht andere Schwerpunkte wichtig sind.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Herr Bäuerle!

 

Quelle Bildmaterial: © raumprobe

Dirk Hindenberg

Hi, mein Name ist Dirk Hindenberg. Ich habe im Sommer 2019 bei Klöber angedockt und bin hier als Marketing-Allrounder vor allem für das Online-Marketing zuständig. Davor habe ich als internationaler…


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