Helga Niederstätter offers advice on time and motivation management

Motivationskick gefällig?

Motivationskick gefällig? 

In der Abgeschiedenheit des Homeoffice kann man schon mal einen Durchhänger haben: Keine Gespräche zwischen Tür und Angel, kein Flurfunk, keine spontanen Ermutigungen über den Schreibtisch hinweg, die uns auf frische Gedanken bringen. Wie man in unserer New Work Kultur mit Power durch den Tag kommt, weiß unsere Motivationstrainerin.


Helga Niederstätter ist ein absoluter Abendtyp. Da sprudelt ihre Kreativität. Wenn andere schon an den Feierabend denken, erstellt sie noch Konzepte – und lässt es dafür morgens langsamer angehen. Gut, die freie Einteilung der Arbeitszeit können sich meist nur Freiberufler leisten. Und trotzdem ist die Flexibilität ein Merkmal der sich immer weiter ausbreitenden neuen Arbeitskultur. Helga Niederstätter ist Motivationscoach, arbeitet schon seit 25 Jahren im Homeoffice und ist beruflich viel unterwegs. Daher weiß sie sehr genau, was es braucht, um für die mobile, flexible „New Work“ Kultur persönlich gut ausgerüstet zu sein.

 

60/40 im Büro und daheim

„Die meisten Büroangestellten wünschen sich, 60 Prozent im Büro und 40 Prozent im Homeoffice arbeiten zu können“, erklärt Helga Niederstätter. Die großen Vorteile des Arbeitens im Homeoffice liegen auf der Hand: kein Pendeln, weniger Ablenkung, weniger unproduktive Meetings und eine bessere Work-Life-Balance. Dem gegenüber nennen Helga Niederstätters Kunden aber auch Gründe, warum sie die Arbeit im Büro bevorzugen. Mit an erster Stelle steht da der informelle Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen. Der sorgt schließlich für den Frischekick, wenn man einen geistigen Durchhänger hat oder für Motivation, wenn man sich an unliebsame Aufgaben ranmachen muss. Andere Personen geben an, im Homeoffice weniger zielorientiert zu sein. Helga Niederstätter weiß: „Es gibt einfache Tricks, die der Motivation auf die Sprünge helfen. Wer sie sich zu eigen macht, ist für die New Work Kultur bestens aufgestellt. Denn je schneller, flexibler und mobiler unsere Welt wird, desto mehr brauchen wir Rituale, die uns Halt geben und uns innehalten lassen.“

Helga Niederstätter berät in Sachen Zeit- und Motivationsmanagement bei Klöber

Bewegung und frische Luft fördern die Produktivität – auch bei Motivationstrainerin Helga Niederstätter.

New Work heißt achtsam sein

Sich selbst gegenüber achtsam sein, steht hoch im Kurs. Und das ist auch gut so, denn die Schnelllebigkeit und der Leistungsdruck unserer Zeit führen zu Anspannung und produzieren vermehrt Stresshormone. Infolge dessen haben viele Menschen einen chronisch negativen Blick auf ihr Arbeitsleben und depressive Emotionen machen sich breit. Ein Teufelskreis. „Damit es gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, proaktiv positiv zu denken. Das löst Blockaden, Stress und Versagensängste. Viele wissen zwar um die Macht der Gedanken, wissen aber nicht, wie sie sich eine optimistische Grundhaltung aneignen können. Denk positiv! Das sagt sich so leicht. Zugegeben, das kommt nicht von heute auf morgen, aber wer das folgende Ritual über 30 Tage pflegt, wird eine Veränderung spüren“, so Helga Niederstätter. Und so geht’s:

 

Den positiven Blick schärfen

Die Übung sieht vor, sich morgens Zeit für sich selbst zu nehmen und folgende Fragen durchzugehen (das Smartphone bleibt davor und währenddessen am besten aus):

  • Auf was freue ich mich heute?
  • Was werde ich genießen?
  • Welche Herausforderungen werde ich heute annehmen und meistern?
  • Was wird gut, interessant oder besonders werden?

 

Ähnliches lässt sich am Abend wiederholen (als Ritual)

  • Was ist heute gut gelaufen?
  • Was hat Freude gemacht
  • Worauf kann ich heute stolz sein?
  • Was konnte ich genießen?

 

Wege zum Glück – die Macht der Gedanken

Eine positive Einstellung zu haben ist nicht mit der Abwesenheit von negativen Empfindungen gleichzusetzen. Vielmehr geht es darum, den einseitig negativen Blick zu überwinden und negative Gefühle nicht zu verdrängen, sondern zu „verstoffwechseln“, wie Helga Niederstätter es nennt. Diese Methoden sind der Positiven Psychologie zuzuordnen. Anstatt Schwächen zu korrigieren, helfen sie, sich auf die Stärken zu konzentrieren und diese zu trainieren.

„Seien Sie stolz und fokussiert auf das, was Sie geleistet haben und nennen Sie unbeschwert die Dinge beim Namen, die gut gelaufen sind. Machen Sie das Experiment – womöglich wird sich Ihre eigene optimistische Grundhaltung auf Ihre Kollegen übertragen. Stimmungen sind nämlich hochgradig ansteckend!“, davon ist die Motivationstrainerin überzeugt und das bestätigt auch die Neurowissenschaft. Dafür verantwortlich sind die sogenannten Spiegelneuronen.

Weil neben der inneren Haltung auch die äußere Umgebung sich positiv auf die Stimmung auswirken kann, empfehlen wir von Klöber den Arbeitsplatz à la New Work zu gestalten. Wie das aussehen kann? So zum Beispiel: mit dem Schalensessel WOOOM, der Wohnen und Arbeiten miteinander vereint – und mit dem sich dank integrierter Massagefunktion ganz wunderbar entspannen lässt. So kommen erst gar keine negativen Gedanken auf 😉

 

WOOOM Sessel von Klöber laden zum Arbeiten und Entspannen ein.

WOOOM – Der Schalensessel von Klöber lässt New Work attraktiv erscheinen

Geheimtipp für Motivation: Power-Posen

Was tun, wenn der innere Akku leer zu sein scheint, aber ein Video-Call ansteht, der eine positive Ausstrahlung fordert – oder das nächste große To-Do angepackt werden will? Helga Niederstätters Geheimwaffe gegen Unlust und mangelndes Selbstwertgefühl lautet: eine Siegerpose einnehmen! „Einfach zwei Minuten lang jubelnd die Hände in die Luft werfen oder die Fäuste ballen. Gerade all jene, die sich in der Abgeschiedenheit des Homeoffice befinden, werden spüren, wie diese Übung pusht. Aber natürlich funktioniert sie auch im Büro oder Co-Working-Space“, erklärt Helga Niederstätter. Es ist eine kleine Übung, die den Gemütszustand sofort optimiert. Warum das so ist, hat Amy Cuddy, Associate Professor an der Harvard Business School in den USA, im Rahmen von Experimenten und Messungen der Hormonhaushalte von Testpersonen erforscht. Fachleute sprechen hier von einer positiven Rückkopplung: Die gestellte Körperhaltung löst nach zwei Minuten eine Testosteron-Ausschüttung aus. Da das Hormon unter anderem Lebenslust und Ausdauer weckt, führt die simulierte Siegerpose zu einem realen positiven – körperlichen wie geistigen – Zustand. Ausprobieren lohnt sich!

 

Motiviert bei digitalen Meetings

Weniger unproduktive Meetings – das ist einer der Gründe, warum viele die Arbeit im Homeoffice schätzen. Hinfällig wird dieses Argument, wenn die zu vielen persönlichen Meetings durch digitale ersetzt werden. Dann ist die Gefahr vor Unproduktivität sogar höher, weil die Aufmerksamkeitsdauer vor dem Bildschirm nachweislich schneller sinkt und die Wahrnehmung eingeschränkt ist. Daher hier ein paar Tipps, wie sich die Motivation auch bei digitalen Meetings halten lässt.

  • Bei Videocalls mit mehreren Personen unbedingt die Kamera anschalten. So kann auch auf nonverbale Signale eingegangen werden. Dies stärkt die Bindung zwischen den Gesprächsteilnehmern – und das Bindungshormon Oxytocin wiederum wirkt gegen Stress.
  • Ordentlich gekleidet sein. So wird man positiver wahrgenommen und versprüht eine souveräne Ausstrahlung.
  • Das Meeting mit einem positivem Thema, offenen Fragen an die Runde oder Smalltalk beginnen. Denn positive Emotionen erweitern die Aufmerksamkeit und damit kreatives und innovatives Denken.
  • Der Moderator oder Organisator sollte nach 45 Minuten Pausen für Toilettengang, Lüften, Wassertrinken und Stretching einplanen. Das erhöht die Konzentration der Teilnehmer.
  • Der Moderator sollte dafür sorgen, dass jeder zu Wort gekommen ist. Hier helfen offene Fragen, die jeder Teilnehmer in einem Satz beantworten muss.
  • Raum für Persönliches lassen. Je digitaler wir uns austauschen, desto mehr müssen vertrauensbildende Maßnahmen getroffen werden. Wer nachfragt, wie es den Anderen geht, signalisiert Interesse und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl und Bindung.

Fazit

New Work hat viele Gesichter. Eines davon ist das Mindset hinter der Arbeitskultur. Dazu gehören: Feinfühligkeit, Empathie und Wertschätzung zeigen, auf sich selbst und andere achten sowie wohltuende Routinen entwickeln. Diese Haltung ist Grundvoraussetzung für einen motivierten Arbeitsalltag.

Na, Lust die aufgeführten Geheimtipps von Helga Niederstätter gleich heute auszuprobieren? Wir von Klöber wünschen dabei viel Spaß und freuen uns über Erfahrungsberichte 😉

 

Dirk Hindenberg

Hi, mein Name ist Dirk Hindenberg. Ich habe im Sommer 2019 bei Klöber angedockt und bin hier als Marketing-Allrounder vor allem für das Online-Marketing zuständig. Davor habe ich als internationaler…


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