Webarbeit beim Klöber-Zulieferer Gabriel

Hand in Hand für mehr Nachhaltigkeit (Reihe: Zulieferer von Klöber)

Wir bei Klöber sind Teamplayer – ob als Kollegen oder im Austausch mit unseren Partnern und Zulieferern. Wir sind überzeugt: Nur so entstehen die besten Ideen und Produkte. In unserer neuen Reihe stelle ich dir einige unserer Partner vor. Den Anfang macht heute der dänische Stofflieferant Gabriel.

Booom, booom, WOOOM: Unser Schalensessel WOOOM hat dieses Jahr richtig für Furore gesorgt.

Als innovatives Produkt begeistert er durch seine Gadgets, das Design und den Einsatz nachhaltiger Materialien. Der Bezugsstoff, der zu 98 Prozent aus recyceltem Polyester besteht, stammt von unserem Lieferanten Gabriel, mit dem wir bereits seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Unsere Unternehmen verbindet vieles: Benchmark für gutes Design, eine herausragende Qualität sowie innovative Technologien für langlebige und zeitlose Produkte. Kurt Nedergaard ist Leiter des Bereichs Corporate Social Responsibility & Quality. Er arbeitet seit 31 Jahren bei Gabriel (auch in punkto langes Arbeitsverhältnis haben Gabriel und Klöber also was gemeinsam!) und hat mir meine Fragen beantwortet:

Produktentwickler bei Gabriel

Kurt Nedergaard Leiter des Bereichs Corporate Social Responsibility & Quality.

Kurt, erläutere uns doch bitte kurz, wer ist Gabriel?

Gabriel beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter auf drei Kontinenten und hat seinen Hauptsitz im dänischen Aalborg. Mit einer über 160-jährigen Tradition sind wir ein gewachsenes Unternehmen mit einem tief verwurzelten Engagement für Nachhaltigkeit. Wir entwickeln, fertigen und verkaufen Polsterstoffe, Polsterteile, Polsteroberflächen sowie zugehörige Produkte und Serviceleistungen an die Möbelindustrie. Dabei bietet wir die auf dem Markt größte Auswahl an Polsterstoffen, die mit einem Umweltzeichen versehen sind.

Wann seid ihr darauf gekommen, Textilien aus PET-Flaschen herzustellen, die nicht mehr verwendet werden können?

Das war bereits Mitte der 1990er Jahre. In den letzten fünf Jahren konzentrieren wir uns bei der Entwicklung verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft und die Wiederverwendung von Kunststoffen.

Wie lange hat es gedauert, bis das erste verwendbare Prototypenmaterial fertig war?

Die ursprüngliche Entwicklung von Produkten aus recyceltem PET dauerte ein bis drei Jahre. Heute kennen wir uns gut mit der Technologie aus. Die Entwicklung von recycelten PET-Erzeugnissen erfolgt nun genauso schnell wie die von Produkten aus neuem Material.

Möbelstoff Cura Farbpalette

Ob seiner Optik und Haptik für den Schalensessel WOOOM prädestiniert: der Stoff Cura von Gabriel.

Lass uns über Cura sprechen, den Bezugsstoff, den wir für WOOOM nutzen: Was ist das Besondere an diesem Stoff?

Mit Cura setzt Klöber bewusst auf ein Produkt der „new sustainabiliy“, das sich von bewährten  Materialien wie Schurwolle oder technischen Geweben deutlich differenziert. Aufgrund seiner Melange und seiner wohnlichen Struktur ist er prädestiniert für WOOOM und hinterlässt nicht nur einen bleibenden optischen Eindruck sondern sichert dem Anwender auch eine langfristig gute Investition.    

Wie viele Flaschen braucht ihr für einen Quadratmeter Cura?

Zur Herstellung eines Quadratmeters ‚Cura‘ benötigt man ungefähr sieben 2-Liter-PET-Flaschen.

Und wie wird aus einer PET-Flasche ein Stoff, kannst du das erläutern?

Klar: Plastikflaschen, die ansonsten auf der Deponie enden würden, werden gesammelt, gereinigt und zu PET-Flakes geschreddert. Dabei ist wichtig, dass die Flaschen unseren höchsten Anforderungen genügen. Nur so erhalten wir hochwertige Bezugsstoffe, die den STANDARD 100 by OEKO-TEX® sowie die Vorgaben für das EU-Umweltzeichen erfüllen. Die Flakes verarbeiten wir zu kleinen Pellets, die eingeschmolzen, extrudiert und zu Polyestergarn versponnen werden. Das recycelte Polyestergarn wird eingefärbt und schließlich zu Bezugsstoffen verwoben.

Und wie werden die Textilien gefärbt? 

Um farblose, hochwertige Garne herzustellen, die sich gut färben lassen, verwenden wir nur farblose PET-Flaschen. Entweder wird das farblose Garn gefärbt, bevor es verwoben wird (Garnfärben), oder die Garne werden verwoben und dann erst gefärbt (Stückfärben).

Verrätst du mir noch, wie viele Tonnen PET-Flaschen ihr pro Jahr verarbeitet?

Die Zahl der bei Gabriel verarbeiteten Flaschen ist in den letzten fünf Jahren beständig gestiegen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 99 Registertonnen PET-Flaschen verarbeitet. Um dies zu veranschaulichen: Das entspricht 46 Fußballfeldern, die mit aus PET-Flaschen hergestelltem Gewebe ausgelegt sind.

Färben fertig gewobener Stoffe von Gabriel.

Beim Stückfärben wird erst nach dem Weben gefärbt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Klöber?

Klöber verbindet mit Gabriel eine langjährige Partnerschaft. Ich kann die letzten 10 Jahre überblicken, evtl. weiß Herr Eisenhöfer genau wie lange wir schon zusammen arbeiten. Von jeher waren die Prinzipien beider Unternehmen in ihren Grundsätzen gleich – Benchmark für gutes Design, eine herausragende Qualität und innovative Technologien und für langlebige und zeitlose Produkte. Die handwerkliche Fertigung liegt in unseren Genen und wird heute mit modernsten Technologien umgesetzt. Bei dem Blick auf das Klöber Portfolio haben wir uns bewusst entschieden, den Schwerpunkt auf ein Produkt der „new sustainabiliy“ zu setzen um neben bewährten Materialien wie Schurwolle oder technischen Geweben eine deutliche Differenzierung im Produkt, verbunden mit Mehrwerten für den Anwender zu platzieren. Das Gremium rund um Peter Eisenhöfer, der den Gedanken mit uns entwickelt hat, war rasch zu gewinnen und wir freuen uns über viel positives Feedback. Gerade bei großen Unternehmen nehmen wir eine deutlich gesteigerte Nachfrage nach dieser neuen Materialität wahr und sind uns sicher, dass der besondere Ausdruck von CURA hier nicht nur einen bleibenden optischen Eindruck hinterlässt sondern auch eine langfristige und gute Investition im Anwenderbereich sichert. Das besondere an CURA ist, dass die dezente Melange ihn nicht nur für klassisches Sitzen auf dem Bürostuhl eignet. CURA ist auf Grund seiner wohnlichen Struktur für vielfältige Anwendungen geeignet, zum Beispiel die Möblierung in der Mittelzone mit einladenden und kommunikativen Loungemöbeln und Sitzelementen.

Letzte Frage: Woraus trinkt ein Gabriel-Mitarbeiter sein Wasser?

Gabriel ist ein globales Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten auf drei Kontinenten. An Standorten, an denen die Wasserqualität gut ist, trinken die Mitarbeiter Leitungswasser, wie zum Beispiel in unserer Unternehmenszentrale im dänischen Aalborg. In anderen Ländern wird Wasser aus PET-Kanistern gezapft.

Dirk Hindenberg

Hi, mein Name ist Dirk Hindenberg. Ich habe im Sommer 2019 bei Klöber angedockt und bin hier als Marketing-Allrounder vor allem für das Online-Marketing zuständig. Davor habe ich als internationaler…


mehr erfahren
No Comments

Post a Comment