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Es werde Licht: Ergonomische Lichtkonzepte fürs Büro

Ohne Licht geht nichts! Die Beleuchtung hat enormen Einfluss auf Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden. Doch wie genau sieht ein optimal beleuchtetes Büro aus? Wir haben bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Dipl. Psych. Torsten Braun ist Experte, wenn es um die Lichtplanung geht.

 

Herr Braun, wie wirkt sich ein heller Arbeitsplatz auf uns aus?

In einem lichtdurchfluteten Büro arbeitet es sich viel besser. Wieso das so ist? Licht wirkt sich auf unsere „innere Uhr“ aus – auch bei der Arbeit. Der Körper und auch das Auge verbinden Helligkeit mit Wachsein, d.h. man ist aktiver und wird nicht so schnell müde. Zurückzuführen ist dieses Phänomen auf die sogenannte circadiane Rhythmik, also den Schlaf-Wach-Rhythmus.

 

 

Welche positiven Auswirkungen hat das auf unseren Arbeitsalltag?

Die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung beeinflusst den Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen. Sie steigert die Konzentration und Aufmerksamkeit und verbessert die Wahrnehmung. Helle Räume sorgen für mehr Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft. Und nicht zuletzt fallen mit der richtigen Beleuchtung geringere Kosten an.

 

Helle Räume haben viele positive Auswirkungen auf den Menschen: Zufriedenheit, Konzentration und Produktivität sind nur ein paar davon!

Helle Räume haben viele positive Auswirkungen auf den Menschen: Zufriedenheit, Konzentration und Produktivität sind nur ein paar davon!

Geringere Kosten? Wie ist das gemeint?

Ja, richtig: geringere Kosten! Ein ergonomisch und optimal ausgeleuchteter Arbeitsplatz sowie die richtige Nutzung von Sonnenlicht und energieeffizienten Lampen können zu Strom- und Energieersparnis beitragen.

 

Was versteht man unter einer „ergonomisch korrekten Beleuchtung“?

Das Ziel einer ergonomisch korrekten Beleuchtung sollte stets die Gesundheit und das Wohlbefinden des Mitarbeiters im Fokus haben: Eine optimal gestaltete visuelle Umgebung reduziert den mentalen Aufwand bei der Arbeit, unterstützt effektives Sehen und Handeln und auch die kognitive Verarbeitungskapazität steigt. Entspanntes Sehen bei der Arbeit hat außerdem ein besseres Sehen in der Freizeit zur Folge. Man gibt dem Mitarbeiter sozusagen Lebensqualität zurück!

 

Und wie schafft man eine ergonomisch korrekte Beleuchtung?

Darunter wird eine Lichtsituation verstanden, die frei ist von Blendungen und finsteren Zonen – also weder zu hell noch zu dunkel ist. Eine ergonomisch korrekte Beleuchtung unterstützt die Sehaufgaben, des Mitarbeiters. Das kann zum Beispiel die Bildschirmhelligkeit betreffen: Diese sollte eine Leuchtdichte von 100 – 150 Candela pro Quadratmeter aufweisen. Als Vergleich: Blickt man aus einem Fenster ohne Blendschutz, ist man Leuchtdichten von bis zu 10.000 Candela pro Quadratmeter ausgesetzt!

 

Haben Sie ein paar Tipps, wie man den Arbeitsplatz optimal ausleuchten kann?

Ja, sicher. Die wichtigsten Punkte sind:

 

1. Ausgewogene Kontraste im visuellen Umfeld

Damit meine ich die gerade genannten Leuchtdichten: Die wahrgenommenen Helligkeiten im Gesichtsfeld dürfen nicht zu gleichförmig, aber auch nicht zu unterschiedlich sein.

2. Tageslicht

Natürliches Licht ist künstlichem immer vorzuziehen, denn Sonnenlicht trägt zum allgemeinen Wohlbefinden des Mitarbeiters bei. Gestaltet man die Büroräume offen und transparent, sorgt man für genug Lichteinfall – auch bei Räumen, die innen liegen.

3. Allgemeinbeleuchtung

Eine Deckenleuchte leuchtet den Raum aus und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts – ein absolutes Muss fürs Büro! Empfehlenswert sind Farbtemperaturen von 3.000 bis 5.000 Kelvin.

4. Direkte Beleuchtung

Ergänzend zur allgemeinen und ergonomisch korrekten Beleuchtung sollte der Bereich des Arbeitsplatzes gezielt ausgeleuchtet werden. Schreibtischleuchten sollten mindestens eine DIN A3 große Fläche gleichmäßig ausleuchten (Vorgabe DIN 5035 Teil 8). Die Positionierung der Lichtquelle ist dem Mitarbeiter überlassen: Sie sollte bei der Arbeit weder stören noch blenden.

 

Und wie sieht es im Büro 4.0 aus – gibt es spezielle Beleuchtungskonzepte oder Trends?

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, das Lichtkonzept im Büro anzupassen und zu individualisieren. Technischer Aufwand und Investitionsbedarf sind dabei überschaubar. Es gibt mittlerweile schon natürliches Kunstlicht aus dem Labor.

 

Herr Braun, danke für das Interview.

Dipl. Psych. Torsten Braun, Gründer von Die Lichtplaner

Dipl. Psych. Torsten Braun, Gründer von Die Lichtplaner

 

 

 

 

 

 

 

 

Dipl. Psych. Torsten Braun, Gründer von Die Lichtplaner, kümmert sich seit über 25 Jahren um Lichtsituationen jeder Art. Das Unternehmen besteht aus mehreren Planungsbüros, die eine gemeinsame Philosophie verfolgen: die emotionale Bedeutung von Licht und das Verständnis der Lichtplanung als Kommunikationsprozess zwischen Mensch und Umwelt.

 

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Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über jeden Kommentar.

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Sascha Wachtendonk

Hallo, mein Name ist Sascha Wachtendonk. Als Gebietsverkaufsleiter betreue ich unsere Kunden in Hessen und stehe ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Davor war ich 20 Jahre im Außendienst…


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