Klöber Klimatechnologie

Die Klöber Klimastühle® – Von einer Idee zur Weltneuheit

Zu warm, zu kalt: Fast jeder Fünfte ist sich uneins mit seinen Kollegen, wenn es um das Raumklima geht. Außerdem beeinträchtigt die Temperatur nicht nur die Leistung, sondern auch das Wohlbefinden. Dank der Bürostühle Mera und Moteo mit Klimatechnologie gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Doch wie entstanden die Klöber Klimastühle eigentlich? Im Gespräch mit Christian Roth-Schuler, Leiter der Produktentwicklung, skizziere ich für euch, wie es von der Idee bis hin zum Endprodukt kam.

 

Christian, danke, dass du dir Zeit für unser Interview nimmst. Zunächst interessiert mich: Wie kamst du darauf, einen Klimastuhl zu entwickeln?

Wie du ja weißt, gehen wir bei Klöber mit offenen Augen durch die Welt. So kam mir diese Idee – ganz banal–, als ich an einem kalten Dezembermorgen aus meinem Auto mit Sitzheizung ausstieg. Mir schoss die Frage in den Kopf: Warum gibt es noch keinen beheizten Bürostuhl? Dieser Gedanke wurde zur Idee, die wir dann hier gemeinsam bei Klöber definiert haben – sozusagen als interdisziplinäres Gemeinschaftsprojekt. Konkreter wurde es dann 2013, als wir uns mit Herstellern von Sitzklima-Modulen für die Automobilindustrie absprachen.

 

Die Entwicklung eines Bürostuhls hast du bereits in einem Interview mit Jörg Bernauer erläutert. Das Ganze ist schon sehr komplex. Was aber war beim Klimastuhl anders? Welche Herausforderungen erwarteten euch?

Von Produktinnovationsrunde über Prototypenbau bis hin zum Endkundentest durchlaufen wir auch bei der Entwicklung der Bürostühle mit Klimatechnologie insgesamt sieben Etappen. Der Unterschied beim Klimastuhl im Vergleich zu standardisierten Bürostühlen lag in der technischen Realisierung: Wie können wir die Klimakomponenten elegant, also quasi unsichtbar, in das bestehende Produkt Mera integrieren? Und wie ist dabei die optimale intuitive Bedienbarkeit gegeben? Die Materie „Elektronik im Stuhl“ war für uns ganz neu und deshalb auch so herausfordernd. Hierfür haben wir unsere Entwicklungskapazitäten auch um einen Mechatronik-Ingenieur erweitert. Den ersten Prototypen des Klimastuhls Mera konnten die Besucher der Orgatec 2014 testen und begutachten.

Die Weltneuheit: Der Klimastuhl Mera von Klöber.

Die Weltneuheit: Der Klimastuhl Mera von Klöber.

 

Für die Optimierung der Klimatechnologie haben wir uns zusätzlich wissenschaftlicher Erkenntnisse bedient. Die ersten konkreten Aspekte lieferte die Living Lab Studie von Frau Prof. Dr.-Ing. Hoffmann der TU Kaiserslautern. Sie untersucht den physikalischen Zusammenhang zwischen Produktivität und Temperatur am Arbeitsplatz. Dazu werden im „smart office space“ reelle Arbeitsbedingungen nachgestellt. Aber auch die Forsa-Umfrage, die wir Anfang 2017 durchgeführt haben, lieferte uns neue und vor allem interessante Erkenntnisse.

Der Klimastuhl Mera wurde von Frau Prof. Hoffmann und ihrem Team auf Herz und Nieren geprüft.

Der Klimastuhl Mera wurde von Frau Prof. Hoffmann und ihrem Team auf Herz und Nieren geprüft.

 

Forsa? Ist das nicht das unabhängige Marktforschungsinstitut? Was habt ihr da genau herausgefunden?

Genau. Bei der Forsa-Umfrage wurden insgesamt 1.002 Bürotätige zum Thema Büroklima und Klimastuhl befragt. Die Ergebnisse sind wirklich spannend: Obwohl 95 % der Befragten die Raumtemperatur selbst regulieren können, ist sich fast jeder Fünfte uneinig mit seinen Kollegen, wenn es um die optimale Wohlfühltemperatur geht. Dabei finden 41 % der Probanden, dass die herrschende Raum- nicht der eigenen Wohlfühltemperatur entspricht, weshalb 11 % aller Umfrageteilnehmer in einem Mehrraumbüro sogar sagen, dass das Raumklima ihr Wohlbefinden, die Leistung und die Produktivität häufig oder sehr häufig negativ beeinträchtigt. Hierbei lassen sich auch geschlechtsspezifische Unterschiede festmachen: Frauen frieren häufiger! Beide Studien bestätigten uns in unserem Bemühen, eine Lösung für die Problematik zu entwickeln und auszuarbeiten.

 

Gab es noch weitere Anforderungen, die ihr an den Klimastuhl gestellt habt?

Natürlich gab es die. Die Weltneuheit, ein Bürostuhl mit Klimatechnologie, sollte nicht nur die Komfortstandards übertreffen, sondern auch der Umwelt einen Gefallen tun. Der Klimastuhl kann den Energieverbrauch am Arbeitsplatz positiv beeinflussen. Ich nenne dir ein Beispiel: Wenn du die Raumtemperatur während der Heizperiode um nur 1 Grad senkst, kann das die Heizkosten um 6 % mindern. Dabei wirkt sich die Energie, die für die zwei Funktionen „Heizen“ und „Lüften“ benötigt wird, wesentlich effizienter auf den Nutzer aus. Zum Vergleich: Wir heizen mit ca. 7-8 W Leistung, ein Heizlüfter am Arbeitsplatz verbraucht im Vergleich dazu mindestens 1000 W! Ein Jahr lang Heizen und Lüften mit dem Klimastuhl kostet damit nur ca. 3,80 EUR!

Der Moteo mit integrierter Klimatechnologie: Formschöne Integration des Akkueinschubfaches und der Bedientasten.

Der Moteo mit integrierter Klimatechnologie: Formschöne Integration des Akkueinschubfaches und der Bedientasten.

Und wo seht ihr den Klimastuhl? Wer kann von ihm profitieren?

Schlussendlich kann jeder von ihm profitieren. Insbesondere bei ungewöhnlichen Arbeitsumgebungen, die besondere Lösungen erfordern: Die Klöber Klimastühle eignen sich so beispielsweise für zugige Empfangshallen. In entsprechender Ausführung ist Mera auch für sterile Reinräume geeignet, die nach ISO 14644-1 zertifiziert sind. Aber durch das Thema Klimaneutralität ist der Klimastuhl für alle interessant.

 

Wie meinst du das?

Naja, bis 2021 müssen alle Neubauten in der EU energieneutral sein. Für Regierungsgebäude gilt diese Verordnung bereits ab 2019. Gerade werden in einer Testumgebung in den Niederlanden unterschiedliche nachhaltige Systeme u.a. in den Bereichen Licht und Klima sowie Informations- und Kommunikationstechnik auf ihre Anwendbarkeit geprüft – und unser Klimastuhl ist dabei. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses Tests.

 

Der Klimastuhl Mera ist ja seit 2016 auf dem Markt. Vor kurzem wurde der Klimastuhl Moteo gelauncht. Kannst du unseren Lesern einen Tipp geben, wohin die Reise geht und was als Nächstes kommt?

Genau, mit dem vielfach ausgezeichneten Bürodrehstuhl Moteo konnten wir Eleganz und innovative Technik verbinden und somit die Zielgruppe erweitern. Dabei bestand die Herausforderung darin, die Klimatechnologie elegant und effizient zu integrieren. Was in Zukunft noch kommt, möchte und kann ich nicht verraten. Nur so viel: Ihr dürft gespannt sein, was das kommende Jahr mit sich bringt.

Der Klimastuhl Moteo passt optimal in Office, Managerbüros und Konferenzräume.

Der Klimastuhl Moteo passt optimal in Office, Managerbüros und Konferenzräume.

Vielen Dank für das Interview Christian.

Ein Tipp für all diejenigen, die Bürostühle mit Klimatechnologie von Klöber Probesitzen wollen:

Meldet euch gerne bei meinem Kollegen Hagen Trischler (telefonisch unter 07551/838 140 oder per E-Mail: hagen.trischler@kloeber.com).

Sascha Wachtendonk

Hallo, mein Name ist Sascha Wachtendonk. Als Gebietsverkaufsleiter betreue ich unsere Kunden in Hessen und stehe ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Davor war ich 20 Jahre im Außendienst…


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2 Comments
  • Claudia
    Antworten 1. Dezember 2017 at 10:30

    Hallo,
    eine geniale neue Entwicklung! Die Klimastühle sind eine sinnvolle Anschaffung für heiße Sommertage. Zudem gefällt mir das neue Design auch sehr gut.
    Ich bin gespannt, wie sich solch ein Stuhl in der Praxis schlagen wird 🙂

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Corinna Litz
      Antworten 4. Dezember 2017 at 9:45

      Hallo Claudia,
      wir freuen uns, dass dir unsere Klimastühle so gut gefallen. Übrigens: Sie sind nicht nur für heiße Sommertage spitze – bei aktueller Wetterlage sorgen sie für ein wohlig-warmes Gefühl.
      Liebe Grüße dein Klöber-Team

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